93paintingswithoutthinking

Seit Februar widme ich mich einem Projekt, in dem ich die Lebensjahre meines Vaters ehre. 93 an der Zahl. Das war so erstmal nicht geplant. Aus einer extrem belastenden Situation heraus begann ich an einem Sonntagnachmittag damit, Papiere sehr intuitiv zu bemalen. Ich wollte damit Stress abbauen und griff zu allem, was mir passend erschien: Acrylfarbe sowieso, dazu noch Ölpastell, ein Medium das ich zwischenzeitlich sehr liebe, flüssige Acrylfarbe, Bleistift, Kugelschreiber und als dauerhafte Essenz: Sprühfarbe.

Stressabbau durch Malerei

Zum ersten Mal ist mir bewusst aufgefallen, wie befreiend und stressabbauend Malerei wirkt. Mit dynamischen Pinselstrichen und ausladenden zeichnerischen Elementen habe ich die Farbe auf das Papier gebracht, nichts gedacht, nur gemalt, fast besessen und am Ende des Tages festgestellt: Wow! Da sind tolle Werke entstanden.

In diesem Moment war mir noch nicht klar, dass ich noch mehr davon produzieren würde, aber nach und nach formte sich in mir der Gedanke, aus den zunächst ziellos gemalten Arbeiten ein Projekt zu machen. Ein Projekt, das auf Instagram den hashtag #93paintingswithoutthinking hat. Weil es so viele sind, bekommen die Bilder eine eigene Seite, die ich nach und nach füllen werde.

Echte Kunst zum günstigen Preis

Alle Bilder zeige ich hier. Schauen Sie gleich mal rein, lassen Sie sich begeistern von der Vielfalt und den echten Hinguckern, die auch Ihr Zuhause verschönern. Sie erfahren auch alles über Materialien, Größe und sebstverständlich auch die Preise.

Horizonte erweitern

Vor einigen Jahren hatte ich eine Reportage über Sigrid Artmann im Fernsehen gesehen. Darüber, dass sie ihren Job aufgegeben hatte um für die Kunst zu leben und diese (wie ich finde) gleichzeitig zu revolutionieren. In ihrem Fall die Kalligraphie.

Das hat mich damals schon elektrisiert und obwohl ich an Schriften nicht sonderlich interessiert bin, habe ich für mich erkannt, dass diese als Stilmittel meine Malerei bereichern können. Schließlich schreibt Sigrid nicht einfach nur schön, sie komponiert Schriftbilder und verleiht ihnen einen einzigartigen, umwerfenden Ausdruck.

Zeit also für mich eine Woche lang meinen Horizont zu erweitern. Am Chiemsee, im Priental, mit Blick auf die Kampenwand in einem Atelier, das seinesgleichen sucht.

Alpenfabrik in Aschau

Im Gepäck eine Menge Materialien von denen ich keine Idee hatte wofür sie einzusetzen sind und einen Text, der „zu Ihrer aktuellen Gefühls- und Gedankenwelt passt“. So stand es neben Speedballfedern, Automatic Pens und Schnapsgläsern in der Materialliste.

Diese Woche entfaltete ihre eigene Dynamik. Während ich am ersten Tag lediglich die Schrift Bold Beauty übte um damit vergleichsweise zaghaft und bemüht Buchstaben auf Papier zu bringen, entfaltete sich die Kraft der Horizonterweiterung in den nächsten Tagen mit Wucht. Warum nur mit Pinsel und Feder malen? Das geht auch mit Spateln, getrockneten Maisstengeln, dicken Schwämmen. Nicht zu vergessen der Cutter, mit dem ich kreuz und quer Linien in Holzkörper ritzte, in denen sich später die Farbe konzentriert verfängt. Bye-bye Lesbarkeit – willkommen Bildgestaltung. Von da an brach sich die freie Bildgestaltung bahn. YES!

Weitere Bilder gibt es natürlich in der Galerie.

Auf dem Deich

Immer wieder zieht es mich zu einem bestimmten Thema hin: Tiere, genauer gesagt landwirtschaftliche Tiere. Kühe, Ziegen und Schafe habe ich schon vielfach gemalt und sie erleben gerade wieder mein persönliches Revival. In Holland habe ich unzählige Fotos gemacht von Schafen in allen möglichen Positionen,  alle auf dem Deich. Daraus erstelle ich gerade die gleichnamige Serie. Die Szenerie ist abstrakter und in der Farbe reduziert, so jedenfalls der Plan.