Seaside Mood

Urlaub am Meer – für mich ist das die wahre Entpannung. Licht, das durch die Sonne funkelnde Meerwasser, darauf sanft schaukelnde Segelboote, klare Luft und die in allen Varianten auftreteden Stockrosen – all das ergab die Inspiration für die in den Sommerferien entstandene Serie „Seaside Mood“. Kleine Abstraktionen auf Passepartout-Karton in den Circa-Maßen 20 x 30 cm, alle im holländischen Zierikzee entstanden. Wie immer gibt es hier einen kleinen Vorgeschmack. Die größere Auswahl befindet sich in guter Gesellschaft in der Galerie.

Art-Snacks

Hier ein kleiner Einblick in mein aktuelles Projekt. Ich gestalte kleine Malkörper in den Maßen 10 x 10 cm. Farbe, Kalligrafie und Collage verbinden sich auf kleiner Leinwand zu stimmigen Abstraktionen. Ich nenne sie Art-Snacks, kleine Soul-Food-Häppchen für die Augen.

Es wird abstrakt

Hallo Abstraktion – ich komme! Bislang folge ich konsequent meinem freien Malstil und dominanten Pinselduktus – von abstrakter Malerei bin ich allerdings noch entfernt. Das wird jetzt anders! Deswegen habe ich mich selbst herausgefordert.

Die Rahmenbedingungen: Freitag Nacht, ein paar zerteilte Seiten Aquarellpapier und alles was ich an Malmaterial gerade griffbereit hatte. Neben Arylfarben auch Tusche, Bleistift, Pastellkreide, Wachspastell. Ich habe das Papier in kleines Format zerteilt und einfach angefangen, gezeichnet, das Gezeichnete teilweise übermalt, eine nächste Farbschicht drauf gegeben, verworfen was ich blöd fand, stehen gelassen was mir gefallen hat, das Material gewechselt und immer weiter gearbeitet. Blatt für Blatt. Bis ich 5 fertige Bilder hatte. Und k.o. war. Es ist unglaubich, wie gleichermaßen anstrengend und befreiend Malerei sein kann.

Das Foto ist in der Nacht entstanden, ich habe schon bessere gemacht, aber es zeigt mein Erfolgserlebnis der ersten Stunden. Es hat mich meinen Aquarellblock gekostet mich gleichzeitig eine große Erfahrung bereichert. Die Fotos in der Einzelansicht stelle ich wieder in die Galerie.

Rodgau Art 2019 – und ich war dabei

Zum ersten Mal habe ich mich aus der Deckung getraut und mich beworben. Etwas was ich zuvor noch nie gemacht habe. Das ist schon irgendwie spannend. Aber die Zeit war reif. Ich wollte es so.

Umso mehr habe ich mich gefreut, dass meine Bilder tatsächlich ausgewählt worden sind! So war ich ab dem 26. Oktober eine von über 80 Künstlern in der Stadthalle. Es war ein spannendes Wochenende mit inspirierenden Gesprächen (jedenfalls die meisten davon) und einem wirklich hilfreichen Ausstausch mit anderen Ausstellern.

Mein persönliches Highlight: Winno Sahm, Dezernent für Kultur, Sport und Ehrenamt führte Samstag und Sonntag interessierte Besucher durch die Ausstellung, besuchte jeweils 13 Kunstschaffende an Ihren Ständen und stellte eines der Werke besonders heraus. Und ich war dabei und erlebte, wie er den gespannten Zuhörern seine Sicht auf mein Bid schilderte und dabei von „einer malerischen Delikatesse“ sprach. Danke Herr Sahm für dieses wirklich coole Kompliment! Das nehme ich gerne an!

Horizonte erweitern

Vor einigen Jahren hatte ich eine Reportage über Sigrid Artmann im Fernsehen gesehen. Darüber, dass sie ihren Job aufgegeben hatte um für die Kunst zu leben und diese (wie ich finde) gleichzeitig zu revolutionieren. In ihrem Fall die Kalligraphie.

Das hat mich damals schon elektrisiert und obwohl ich an Schriften nicht sonderlich interessiert bin, habe ich für mich erkannt, dass diese als Stilmittel meine Malerei bereichern können. Schließlich schreibt Sigrid nicht einfach nur schön, sie komponiert Schriftbilder und verleiht ihnen einen einzigartigen, umwerfenden Ausdruck.

Zeit also für mich eine Woche lang meinen Horizont zu erweitern. Am Chiemsee, im Priental, mit Blick auf die Kampenwand in einem Atelier, das seinesgleichen sucht.

Alpenfabrik in Aschau

Im Gepäck eine Menge Materialien von denen ich keine Idee hatte wofür sie einzusetzen sind und einen Text, der „zu Ihrer aktuellen Gefühls- und Gedankenwelt passt“. So stand es neben Speedballfedern, Automatic Pens und Schnapsgläsern in der Materialliste.

Diese Woche entfaltete ihre eigene Dynamik. Während ich am ersten Tag lediglich die Schrift Bold Beauty übte um damit vergleichsweise zaghaft und bemüht Buchstaben auf Papier zu bringen, entfaltete sich die Kraft der Horizonterweiterung in den nächsten Tagen mit Wucht. Warum nur mit Pinsel und Feder malen? Das geht auch mit Spateln, getrockneten Maisstengeln, dicken Schwämmen. Nicht zu vergessen der Cutter, mit dem ich kreuz und quer Linien in Holzkörper ritzte, in denen sich später die Farbe konzentriert verfängt. Bye-bye Lesbarkeit – willkommen Bildgestaltung. Von da an brach sich die freie Bildgestaltung bahn. YES!

Danke an Sigrid für diese intensiven und bereichernden 5 Tage. Danke an Michaela, Susanne, Bea, Katrin, Roswitha, Conny, Rosi und Petra für den wunderbaren Austausch.

Weitere Bilder gibt es natürlich in der Galerie.

Auf dem Deich

Immer wieder zieht es mich zu einem bestimmten Thema hin: Tiere, genauer gesagt landwirtschaftliche Tiere. Kühe, Ziegen und Schafe habe ich schon vielfach gemalt und sie erleben gerade wieder mein persönliches Revival. In Holland habe ich unzählige Fotos gemacht von Schafen in allen möglichen Positionen,  alle auf dem Deich. Daraus erstelle ich gerade die gleichnamige Serie. Die Szenerie ist abstrakter und in der Farbe reduziert, so jedenfalls der Plan.

Jesus Christ Teleteddy

April 2017. Urlaub auf Gran Canaria. Beim Bummel durch die nach oben führenden Gassen eines kleinen Hafenstädtchens bin ich an dieser bemerkenswerten Kombination vorbei gegangen: An der linken Hauswand baumelte eine Plüschfigur, auf der gegenüber liegenden Hauswand auf einem steinernen, kleinen, aber massiven Sockel eine Jesusfigur.

Jesus hängt ein abgeblätterter Charme nach, der Teddy erscheint in der grellen Sonne ausgebleicht.

Zweifelsfrei eine interessante Anordnung. Blasphemie vielleicht? Konfrontation? Oder einfach nur Zufall? Wie dem auch sei, mein Blick war abgelenkt von der Aussicht auf das glitzernde Meer, denn ich hatte etwas gefunden, einen optischen Bruch, den ich suche, den ich mir in meiner Malerei immer wieder wünsche. Und hier wurde er mir serviert. Wie so oft an einem unvorhergesehenen Ort.

Ich habe aus dieser optischen Darbietung vier Bilder gemalt, meine bis jetzt favorisierte Serie „Jesus Christ Teleteddy“. Dies ist eine kleine, noch unvollendete Vorschau zweier Bilder:

Hauptsache nebensächlich

Bei diesem Thema habe ich mich Gegenständen gewidmet, denen im täglichen Leben keine große Bedeutung zukommt. Dennoch verbirgt sich in ihnen ein zauberhafter Charme, den ich in meinen Bildern einfangen wollte.

Hier sehen Sie eine kleine Auswahl:

Nemo

Second Life

Die Second Life-Serie umfasst eine Reihe von Bildern, die ihre zweite Chance bekommen haben. Es sind übermalte Leinwände, deren Motive mir nicht mehr gefallen haben. Das Besondere daran: Einige Elemente des ursprünglichen Motivs haben überlebt, sie fügen sich in die neue Komposition ein, erhalten ihre Berechtigung in einem neuen Kontext. Eine besondere Textur erhalten die Leinwänd durch den partiellen Auftrag von handgeschöpftem Papier. Der Farbauftrag der zumeist kleinformatigen Bilder erfolgte durch Acryl, Wachs und Pastellkreiden. Hier kommt Second Life: