Mitglied bei eyecandy Frankfurt

Seit heute habe ich eine weitere Präsenz im Internet, nämlich bei eyecandy Frankfurt. Dort trifft sich eine Community aus Künstlern unterschiedlicher Genres wie Autoren, Musiker, Fotografen, MalerInnen und viele weitere kreative Köpfe. Ich freue mich, dabei zu sein und neben dieser Website und dem social-Media-Auftritt bei instagram noch an anderer Stelle zu finden bin.

Ich freue mich auf das was kommt und gespannt auf interessante Kontakte.

93paintingswithoutthinking

Seit Februar widme ich mich einem Projekt, in dem ich die Lebensjahre meines Vaters ehre. 93 an der Zahl. Das war so erstmal nicht geplant. Aus einer extrem belastenden Situation heraus begann ich an einem Sonntagnachmittag damit, Papiere sehr intuitiv zu bemalen. Ich wollte damit Stress abbauen und griff zu allem, was mir passend erschien: Acrylfarbe sowieso, dazu noch Ölpastell, ein Medium das ich zwischenzeitlich sehr liebe, flüssige Acrylfarbe, Bleistift, Kugelschreiber und als dauerhafte Essenz: Sprühfarbe.

Stressabbau durch Malerei

Zum ersten Mal ist mir bewusst aufgefallen, wie befreiend und stressabbauend Malerei wirkt. Mit dynamischen Pinselstrichen und ausladenden zeichnerischen Elementen habe ich die Farbe auf das Papier gebracht, nichts gedacht, nur gemalt, fast besessen und am Ende des Tages festgestellt: Wow! Da sind tolle Werke entstanden.

In diesem Moment war mir noch nicht klar, dass ich noch mehr davon produzieren würde, aber nach und nach formte sich in mir der Gedanke, aus den zunächst ziellos gemalten Arbeiten ein Projekt zu machen. Ein Projekt, das auf Instagram den hashtag #93paintingswithoutthinking hat. Weil es so viele sind, bekommen die Bilder eine eigene Seite, die ich nach und nach füllen werde.

Echte Kunst zum günstigen Preis

Alle Bilder zeige ich hier. Schauen Sie gleich mal rein, lassen Sie sich begeistern von der Vielfalt und den echten Hinguckern, die auch Ihr Zuhause verschönern. Sie erfahren auch alles über Materialien, Größe und sebstverständlich auch die Preise.

Rodgau Art 2020 – Besprechung der Künstler

Man muss es gar nicht mehr explizit erwähnen, aber 2020 ist alles ausgefallen und leider auch die Rodgau Art. Die Veranstalter sind aber clevere und vor allem kreative Leute und haben sich was einfallen lassen:

Die RODGAU ART 20 wurde coronabedingt abgesagt. Alternativ präsentieren wir Ihnen die Künstler*innen online, mit je einem von Gabriele Ziegler gewählten Bild und der Besprechung durch den Kulturdezernenten Winno Sahm. Er führt seit Jahrzehnten durch das Frankfurter Städel und ausgesuchte Kunstmuseen in ganz Deutschland.

Auf diese Weise wurde auch ein kleiner Art-Snack von mir besprochen und zwar sehr charmant:

Hundert Quadratzentimeter visuelle Poesie! Bestimmend die ansteigenden Diagonalen nach rechts, balanciert durch die Lineaturen in Gegenrichtung links oben und rechts unten –alles eingebunden in eine Vier-Quadranten-Variation als Grundaufteilung. Widerspiel von Vertiefung und Erhabenheit –kulminierend in den cremefarbenen Klecksköpfchen. Ach, wenn doch so die Welt wäre –kindliches Spiel und gekonntes Raffinement zugleich. Die Kunstwelt kann und lädt zum Frühlingstraum en miniature. Der Text dazu –wenngleich vielleicht ein Tick zu melancholisch: Annette von Droste-Hülshoff: Im Grase

Seaside Mood

Urlaub am Meer – für mich ist das die wahre Entpannung. Licht, das durch die Sonne funkelnde Meerwasser, darauf sanft schaukelnde Segelboote, klare Luft und die in allen Varianten auftreteden Stockrosen – all das ergab die Inspiration für die in den Sommerferien entstandene Serie „Seaside Mood“. Kleine Abstraktionen auf Passepartout-Karton in den Circa-Maßen 20 x 30 cm, alle im holländischen Zierikzee entstanden. Wie immer gibt es hier einen kleinen Vorgeschmack. Die größere Auswahl befindet sich in guter Gesellschaft in der Galerie.

Art-Snacks

Hier ein kleiner Einblick in mein aktuelles Projekt. Ich gestalte kleine Malkörper in den Maßen 10 x 10 cm. Farbe, Kalligrafie und Collage verbinden sich auf kleiner Leinwand zu stimmigen Abstraktionen. Ich nenne sie Art-Snacks, kleine Soul-Food-Häppchen für die Augen.

Rodgau Art 2019 – und ich war dabei

Zum ersten Mal habe ich mich aus der Deckung getraut und mich beworben. Etwas was ich zuvor noch nie gemacht habe. Das ist schon irgendwie spannend. Aber die Zeit war reif. Ich wollte es so.

Umso mehr habe ich mich gefreut, dass meine Bilder tatsächlich ausgewählt worden sind! So war ich ab dem 26. Oktober eine von über 80 Künstlern in der Stadthalle. Es war ein spannendes Wochenende mit inspirierenden Gesprächen (jedenfalls die meisten davon) und einem wirklich hilfreichen Ausstausch mit anderen Ausstellern.

Mein persönliches Highlight: Winno Sahm, Dezernent für Kultur, Sport und Ehrenamt führte Samstag und Sonntag interessierte Besucher durch die Ausstellung, besuchte jeweils 13 Kunstschaffende an Ihren Ständen und stellte eines der Werke besonders heraus. Und ich war dabei und erlebte, wie er den gespannten Zuhörern seine Sicht auf mein Bid schilderte und dabei von „einer malerischen Delikatesse“ sprach. Danke Herr Sahm für dieses wirklich coole Kompliment! Das nehme ich gerne an!

Horizonte erweitern

Vor einigen Jahren hatte ich eine Reportage über Sigrid Artmann im Fernsehen gesehen. Darüber, dass sie ihren Job aufgegeben hatte um für die Kunst zu leben und diese (wie ich finde) gleichzeitig zu revolutionieren. In ihrem Fall die Kalligraphie.

Das hat mich damals schon elektrisiert und obwohl ich an Schriften nicht sonderlich interessiert bin, habe ich für mich erkannt, dass diese als Stilmittel meine Malerei bereichern können. Schließlich schreibt Sigrid nicht einfach nur schön, sie komponiert Schriftbilder und verleiht ihnen einen einzigartigen, umwerfenden Ausdruck.

Zeit also für mich eine Woche lang meinen Horizont zu erweitern. Am Chiemsee, im Priental, mit Blick auf die Kampenwand in einem Atelier, das seinesgleichen sucht.

Alpenfabrik in Aschau

Im Gepäck eine Menge Materialien von denen ich keine Idee hatte wofür sie einzusetzen sind und einen Text, der „zu Ihrer aktuellen Gefühls- und Gedankenwelt passt“. So stand es neben Speedballfedern, Automatic Pens und Schnapsgläsern in der Materialliste.

Diese Woche entfaltete ihre eigene Dynamik. Während ich am ersten Tag lediglich die Schrift Bold Beauty übte um damit vergleichsweise zaghaft und bemüht Buchstaben auf Papier zu bringen, entfaltete sich die Kraft der Horizonterweiterung in den nächsten Tagen mit Wucht. Warum nur mit Pinsel und Feder malen? Das geht auch mit Spateln, getrockneten Maisstengeln, dicken Schwämmen. Nicht zu vergessen der Cutter, mit dem ich kreuz und quer Linien in Holzkörper ritzte, in denen sich später die Farbe konzentriert verfängt. Bye-bye Lesbarkeit – willkommen Bildgestaltung. Von da an brach sich die freie Bildgestaltung bahn. YES!

Weitere Bilder gibt es natürlich in der Galerie.

Auf dem Deich

Immer wieder zieht es mich zu einem bestimmten Thema hin: Tiere, genauer gesagt landwirtschaftliche Tiere. Kühe, Ziegen und Schafe habe ich schon vielfach gemalt und sie erleben gerade wieder mein persönliches Revival. In Holland habe ich unzählige Fotos gemacht von Schafen in allen möglichen Positionen,  alle auf dem Deich. Daraus erstelle ich gerade die gleichnamige Serie. Die Szenerie ist abstrakter und in der Farbe reduziert, so jedenfalls der Plan.

Jesus Christ Teleteddy

April 2017. Urlaub auf Gran Canaria. Beim Bummel durch die nach oben führenden Gassen eines kleinen Hafenstädtchens bin ich an dieser bemerkenswerten Kombination vorbei gegangen: An der linken Hauswand baumelte eine Plüschfigur, auf der gegenüber liegenden Hauswand auf einem steinernen, kleinen, aber massiven Sockel eine Jesusfigur.

Jesus hängt ein abgeblätterter Charme nach, der Teddy erscheint in der grellen Sonne ausgebleicht.

Zweifelsfrei eine interessante Anordnung. Blasphemie vielleicht? Konfrontation? Oder einfach nur Zufall? Wie dem auch sei, mein Blick war abgelenkt von der Aussicht auf das glitzernde Meer, denn ich hatte etwas gefunden, einen optischen Bruch, den ich suche, den ich mir in meiner Malerei immer wieder wünsche. Und hier wurde er mir serviert. Wie so oft an einem unvorhergesehenen Ort.

Ich habe aus dieser optischen Darbietung vier Bilder gemalt, meine bis jetzt favorisierte Serie „Jesus Christ Teleteddy“. Dies ist eine kleine, noch unvollendete Vorschau zweier Bilder: